MBG Nürnberg-TGA 123+7/ LPH 6-9
Leistungsbeschreibung
Martin Behaim Gymnasium Nürnberg. - Technische Gebäudeausrüstung nach Teil 4,
Abschn. 2, §§ 53 ff. HOAI 2021, Anlagegruppen 1- 3 sowie 7, Leistungsphase 6 bis 9
Die WBG Kommunal GmbH plant den Neubau des Martin-Behaim-Gymnasium mit drei
Bauteilen in Holzbauweise, die in tragenden Bereichen mit Stahlbeton ergänzt werden.
Bauteil A – Schule mit Atrium
Bauteil B – Turnhalle (7 Sportfelder) mit Dachsportgarten
Bauteil C – Mensa mit Beratungszentrum
„Bildungsmitte“ – Der Neubau des Ensembles Martin-Behaim-Gymnasium bildet ein
Bildungszentrum mit markanter Mitte.
Eine dreiteilige Gebäudeformation, die sich um einen Freibereich gliedert, dient einer klaren
Adressbildung als Gegenüber zur Meistersingerhalle und dem städtebaulichen Hochpunkt
des „N- Ergie-Hochhauses. Schule, Sporthalle und Mensa bilden einen geschützten
Freibereich, der auf der vierten Seite vom Fischbach und dessen natürlicher Barriere als
renaturierter Grünraum gefasst wird.
Nachfolgend erfolgt eine prägnante Zusammenfassung der Gewerke Sanitär, Heizung,
Lüftung und Kühlung, um einen Eindruck der geplanten technischen Ausführung zu
vermitteln.
Abwasser-, Wasser- und Gasanlagen: Schmutzwasser wird über Freispiegelentwässerung
und Hebeanlagen entsorgt, Regenwasser wird über Rigolen versickert. Eine
Notentwässerung wird über Speier realisiert. Die Trinkwasserversorgung erfolgt über einen
Hausanschluss in der Schule, die Verteilung erfolgt in den Gebäuden über unterirdische
Verbindungsbauten; die Trinkwasserhygiene wird durch Spülstationen und -armaturen
sichergestellt. Warmwasser wird dezentral oder über Frischwasserstationen bereitgestellt.
Ein Brauchwassernetz versorgt den Großteil der WC-Anlagen und die Außenbewässerung.
Die Mensa verfügt über eine Wasseraufbereitung (Enthärtung) und einen Fettabscheider.
Wärmeversorgung: Fernwärme und Geothermie mit drei Wärmepumpen decken den
Bedarf von 1.300 kW. Die Wärme wird über ein Zweirohrsystem an Fußbodenheizkreise und
Heizkörper verteilt. Die Sporthallenheizung erfolgt über eine Sportbodenheizung. Die
Beheizung der Zuluft erfolgt über Heizregister in den Lüftungsgeräten.
Raumlufttechnik: Lüftungsanlagen in allen drei Gebäuden sorgen für den hygienischen
Luftwechsel. Das Kanalsystem mit variablen Volumenstromreglern versorgt die Räume
bedarfsgerecht mit Frischluft, u. a. durch CO₂-Sensoren in Klassenräumen. Digestoren und
Gefahrstoffschränke erhalten separate Abluftventilatoren, deren Volumenströme
regelungstechnisch in der Raumluftbilanz der Aufstellräume Berücksichtigung finden. Ein
Kreislaufverbundsystem in der Schule sowie Kreuzstromwärmeübertrager in mehreren
Geräten sorgen für eine effiziente Energierückgewinnung.
Kühlung und Kälteanlagen: Die Gebäudekühlung basiert auf Geothermie mit passiver
Kälte. Über die Fußbodenheizung und Kühlregister in den Lüftungsgeräten der Schule wird das Kühlwasser verteilt (geschlossener Kreislauf). Sporthalle und Mensa erhalten keine
Kühlung. Die entstehende Abwärme in EDV-Räumen wird über Klimasplit-Geräte abgeführt.
Gegenstand der Vergabe sind die Planungsleistungen der Technischen Gebäudeausrüstung
nach Teil 4, Abschn. 2, §§ 53 ff. HOAI 2021, Anlagegruppen 1- 3 sowie 7, LPH 6 bis 9